Klassische Homöopathie

Homöopathie: abgeleitet aus den griechischen Stämmen homoios – ähnlich und pathos – Leiden, Krankheit.

Der Begründer der Homöopathie, Christian Samuel Hahnemann, formulierte 1796 das Ähnlichkeitsgesetz: „Wähle, um sanft, schnell, gewiss und dauerhaft zu heilen, in jedem Krankheitsfalle eine Arznei, welche ein ähnliches Leiden (Homoion Pathos) für sich erregen kann, als sie heilen soll.“ „Similia similibus curentur“ – „ Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt.“ Hahnemann übersetzte 1790 eine Arzneimittellehre, in der die Wirkung der Chinarinde bei Malaria beschrieben wurde. Diese Erklärung überzeugte ihn nicht und in einem Selbstversuch (er nahm über einige Tage „etliche Quäntchen gutes China“) stellte er genau die Symptome an sich fest, die Malaria hervorrufen.

Diese Aussage lässt nahe liegen, dass die stärksten Gifte die besten Arzneien sind. Um sie überhaupt beim Patienten anwenden zu können, ohne starke Erstverschlimmerungen oder Nebenwirkungen hervorzurufen, verdünnte Hahnemann sie zunehmend. Dabei bemerkte er, dass die Mittel umso intensiver wirkten, je stärker sie verdünnt und beim Zubereitungsvorgang verschüttelt (potenziert, bzw. dynamisiert) worden sind.

Diese Art der Therapie soll also die Selbstheilungskräfte des Organismus’ anregen, in dem sie den Körper darüber informiert, was er zu bekämpfen hat. Die Homöopathie ist eine Regulationstherapie, mit der ein gestörtes Gleichgewicht der Lebensfunktionen wieder behoben werden kann.

Jede Heilmethode, so auch die Homöopathie, hat ihre Grenzen. Es ist die Aufgabe des Tierheilpraktikers, diese zu erkennen. Die klassische Homöopathie kann chirurgische Eingriffe nicht ersetzen. Notfälle wie z.B. die Magendrehung eines Hundes oder die Kolik eines Pferdes machen den sofortigen Einsatz des Tierarztes notwendig.