Blutegeltherapie

Egel: echis – griechisch = Kleine Schlange

 
Egel leben seit ca. 600 Millionen Jahren auf der Erde. Die Blutegeltherapie gehört zu den ältesten Heilmethoden. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts kam es zur fast vollständigen Ausrottung dieser Tiere. Nach dem 2. Weltkrieg geriet die Blutegeltherapie durch neue Medikamente in Vergessenheit. 1970 erlebte sie in der plastischen und rekonstruktiven Chirurgie einen neuen Aufschwung.

Blutegel gehören zur Gattung der Ringelwürmer. Sie können mit einem Saugakt das 10fache ihres Körpergewichtes an Blut aufnehmen. Danach überleben sie bis zu 2 Jahren ohne weitere Nahrungsaufnahme.
Die Wirkung des Blutegels findet über seinen Speichel und den darin befindlichen Enzymen statt. Er wirkt blutgerinnungshemmend, antithrombotisch, antibakterizid, antientzündlich und schmerzlindernd.

Die Blutegeltherapie wird angewendet bei Schwellungen, akuten oder chronischen Entzündungen und Verschleißerkrankungen (z.B. Arthrose).